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Be here now (Visions Nr. 59)
Man muss sie nicht lieben, man muss aber eingestehen, dass Oasis zu den Bands zählen, bei denen man sich tausendmal vornehmen kann sie nicht zu mögen, sich letztendlich dann aber doch dabei erwischt, wie man ihre Songs aus dem Radio mitsingt. So war’s jetzt wieder mit ihrer Psychedelic-Single „D’You Know What I Mean“ und so wird es über kurz oder lang wohl auch mit dem hymnischen „All Around The World“, dem eigentlich etwas platten „Stand By Me“ oder auch „My Big Mouth“ laufen. Solche Songs beweisen wieder mal, daß die Gallagher-Brüder routinierte Songwriter mit einem Händchen für eingängige Melodien sind. Richtig Spaß machen Oasis aber vor allem dann, wenn sie mal, wie bei „I Hope, I Think, I Know“ oder „It’s Gettin’ Better (Man!!)“, ein wenig stärker aufs Gaspedal treten. Immer geht die Gleichung aber auch nicht auf: Ein Song wie „Magic Pie“ driftet schamlos in schwülstige Altherrenrock-Gefilde ab. Aber selbst wenn sie kaum jemals mit Experimenten überraschen, bleibt letztendlich doch alles beim Alten: Arschlöcher mit guten Songs kann man nur schwerlich hassen.
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Autor: Falk Albrecht
Quelle: Visions Nr. 59
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