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Don't believe the truth (einslive.de)
Wenn es um die Bewertung seines eigenen Schaffens geht, war Oasis-Chef Noel Gallagher noch nie sonderlich bescheiden. So auch bei "Don´t Believe The Truth". Das neue, sechste Alben der Brit-Pop-Veteranen bezeichnet der 37jährige vollmundig als bestes Oasis-Epos seit dem 95er Meilenstein "(What´s The Story) Morning Glory". Eine maßlose Übertreibung. Schließlich findet sich hier außer dem epischen Finale "Let There Be Love" nicht ein einziger Pop-Song in bewährter Beatles-Manier. Mehr noch: Nette Melodien, eingängige Refrains und hymnische Songs sind absolute Mangelware. Dafür tendieren Oasis mehr in Richtung Velvet Underground ("Mucky Fingers"), klingen mal wie die Rolling Stones ("Lyla"), mal wie Dylan ("Love Like A Bomb") oder versuchen sich sogar an kurzem, ruppigem Punk-Rock ("The Meaning Of Soul"). Das Ergebnis ist ein Werk ohne Neuerungen, ohne Höhepunkte, aber auch ohne echte Schwachstellen. Die selbsternannte "größte Band der Welt" erliegt dem kreativen Stillstand und läuft Gefahr, auf kurz oder lang tatsächlich Status Quo zu beerben. Eine schreckliche Vorstellung - aber gar nicht so abwegig. Fazit: Ein Album für eingefleischte Oasis-Fans. Wirklich neue Freunde dürften die Gallaghers damit allerdings nicht gewinnen.
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Autor: Marcel Anders
Quelle: einslive.de
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