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Familiar to millions (laut.de)
Heeeeeeyyyyyyy (aus zehntausenden Kehlen), juuuuubeeeellll (zehntausende Hände klatschen), OASIS, OASIS, OASIS, OASIS, ..... rumpel, furz, twäng, .... gääääääääääähhhhhhhnnnnnn.
Ähm, ja, he he, Doppel Live-CD, achtzehn Lieder, aufgenommen bei den beiden Shows im Londoner Wembley Stadion, vor insgesamt 140.000 Zuschauern. "Fuckin' In The Bushes" eröffnet den Reigen und nach der netten Begrüßung durch Liam ("Shithole ..., Hello Manchester") geht der Live-Genuss mit "Go Let It Out" erst richtig los. Ab den ersten "Gesangseinlagen" wird für mich persönlich die Frage aus dem Forum, die da lautet "Ist Liam ein Arschloch?" eindeutig mit ja beantwortet.
Da kommen über 70.000 Zuschauer zusammen, um die Band zu feiern, die sie mögen und deren Platten sie kaufen und was macht diese? Steht auf der Bühne und langweilt, dass man das Gefühl hat, über der Arena würde das Sandmännchen schweben und jedes Bandmitglied mit einer Extraportion Körnchen beglücken. Mitreißende Performance ist man von den Engländern nicht unbedingt gewohnt, aber dass hier das Klischee von den ewig prollenden Gallagher-Brüdern eine absolute Vollbedienung erfährt, ist schon erschreckend. Ich stehe nicht unbedingt auf Live-Aufnahmen, wenn die Songs in Studioversion sowieso viel intensiver rüber kommen aber mit "Familiar To Millions" schießen Oasis locker und leicht den Vogel ab.
Dreht man die CD um, glaubt man seinen Augen nicht zu trauen. Da wird etwas von einem Triumph gefaselt und die Atmosphäre im Stadion beschworen. Dass diese auch bei Scheiß-Veranstaltungen in Wembley beeindruckend ist, hat nicht zuletzt die finale Vorstellung der englischen Nationalmannschaft bewiesen, die - ähnlich wie Oasis - gegen Deutschland dermaßen beknackt daher gespielt hat, dass sich am Ende nur die teutonischen Grobmotoriker über die Stimmung im Stadion freuen konnten.
Was sich Oasis bei der Veröffentlichung dieser Doppel-CD gedacht haben, bleibt wohl ewig ihr Geheimnis. Ich nenne das schlicht und ergreifend Fan-Verarsche. Der Sound ist grauenhaft und wenn ich mir Liams "Gesang" anhöre, kann ich das auch locker selbst machen. Einfach zehn Gramm Koks in jedes Nasenloch und ab dafür .... Alles, was er singt, wird in Grund und Boden genuschelt. Hätte er doch lieber seinen Bruder ran gelassen, Noel versucht zumindest so etwas wie Spannung in seine Interpretationen zu bekommen.
Nicht einmal das lieblose Booklet animiert zum Kauf. Aufklappen kann man es aber zumindest. Fazit: noch nie zuvor wurde ein "Leck mich am Arsch" perfekter vertont. Klar, Die-Hard-Fans werden auch diesen Schlonz mögen, aber wenn das hier Oasis "At The Peak Of Their Form" sein soll, dann gute Nacht um zwölf!!
Kleine Anekdote am Rande: Oasis gewannen bei den Q-Awards den Preis "Best Live Act". Wahrscheinlich saßen in der Jury nur Taube ...
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Autor: Alexander Cordas (mailto:alex@laut.de)
Quelle: laut.de
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